Erzgrube Theresia

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Die frühere Erzgrube "Theresia" liegt in der Gemarkung Morshausen im rechten Baybachtalhang. Von 1859 bis 1886 wurde dort Erz abgebaut. Zunächst wurde mit dem etwa 20 m in den Berg reichenden "Oberen" Stollen begonnen, um jedoch auch weiter im Berginneren Erz gewinnen zu können, wurden drei weitere Zugangsstollen angelegt. Der "Tiefe" Stollen ist etwas 250 m lang und verläuft ca. 100 m unterhalb des "Oberen" Stollens.

Da der Erzgehalt mit zunehmender Tiefe immer geringer wurde, wurde der Betrieb nach 27 Jahren eingestellt. Unter Tage waren vermutlich weniger als zehn und über Tage zwei bis drei Leute eingesetzt. Ursprünglich wurde das Erz in Handarbeit abgebaut und erst nach Erfindung des Dynamits 1867 wurde in der Grube auch gesprengt. Das gelöste Gestein wurde mit Loren ins Freie transportiert und im Scheidhaus wurde das Erz vom tauben Gestein getrennt. Die Erzschmelze fand im Betriebsgelände der Grube "Gute Hoffnung" im heutigen St. Goarer Ortsteil Fellen statt.

 

Gegen Ende des 2. Weltkrieges suchte die Bevölkerung von Morshausen in der Grube "Theresia" Schutz vor Artilleriebeschuß, durch den das Dorf größten Teils zerstört wurde. Danach wurden die Stolleneingänge mit Holztüren versehen, um ein Eindringen in die gefährlichen Stollengänge zu verhindern. Auf Dauer gelang dies jedoch nicht. Die Türen wurden mehrmals aufgebrochen.

Quelle: Köpfchen Februar 2008

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